Westernreiten: Reiten wie ein echter Cowboy?

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Wenn du an Westernreiten denkst, hast du bestimmt direkt die unendlichen Weiten des Wilden Westens, riesige Rinderherden, fliegende Lassos, klirrende Sporen und die waschechte Cowboy-Lagerfeuerromantik vor Augen! Nicht weit gefehlt, denn der Western-Reitstil hat seinen Ursprung in der Besiedlung des amerikanischen Westens durch europäische Einwanderer. Diese zogen wochenlang durch die endlosen Prärien – das Pferd war dabei das Transport- und Fortbewegungsmittel Nummer 1!

Ein gutes Ranchpferd musste dabei einiges können – es sollte nicht nur seinen Besitzer bis in den nächsten Saloon tragen, es war auch ein Nutztier bei der Viehzucht. Das bedeutet, es sollte nicht nur geländesicher und schnell sein, es musste auch in heiklen Situationen immer ein ruhiges Gemüt bewahren und zuverlässig auf Befehle hören können. Ein wesentliches Merkmal des Western-Reitstils ist bis heute der Impuls-Befehl: Der Reiter gibt kurze Signale, die reichen müssen, um dem Pferd einen Befehl zu erteilen. Wie das funktioniert und vieles mehr wollen wir dir in diesem Blogbeitrag erzählen!

Drei typische Merkmale des Westernreitens

1. Einhändige Zügelführung

Besonders typisch ist die einhändige Zügelführung des Western-Reitstils. Diese hat ihren Ursprung in der täglichen Arbeit der Cowboys, die in der freien Hand ihr Lasso schwangen. Man nennt diese Zügelführung auch „Neck-Reining“. Zu Beginn einer Ausbildung im Westernreiten wird das Pferd noch mit beidhändiger Zügelführung und Trense geführt, erst fortgeschrittene Westernreiter gehen zur einhändigen Zügelführung über.

2. Impuls-Befehle

Das Westernreiten unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht vom Englischen Dressur-Reitstil. Der größte Unterschied liegt in der Kommunikation zwischen Reiter und Pferd. Während beim Englischen Reitstil auf Anlehnung gesetzt wird, kommen beim Westernreiten Impulse zum Einsatz. So reagiert das Pferd beispielsweise auf einen Bewegungs-Impuls und bleibt dann selbständig in der gewünschten Gangart, und zwar so lange bis, der nächste Impuls folgt. Die Befehle sind damit auf möglichst wenig Anstrengung seitens des Reiters ausgelegt.

3. Ausbildungsziel: Selbständigkeit

Der Reitstil mittels Impuls-Befehle hat besonders ein Ziel: Die Selbständigkeit des Pferdes. Es soll möglichst eigenständig arbeiten und auf nur kleinste Gewichts- und Schenkelhilfen reagieren. Auch dieses Ausbildungsziel stammt aus der Zeit der Cowboys, die sich auf diese Weise perfekt auf ihre Arbeit mit dem Vieh konzentrieren konnten. Dazu kommen spezielle Bewegungsabläufe wie der „Jogg“, ein besonders bequemer, langsamer Trab, oder der „Spin“, eine schnelle Drehung, um beispielsweise Kühe schnell zurücktreiben zu können.

Ausrüstung, Disziplinen und Westernpferde

Natürlich wird das Westernreiten heute nicht mehr vorrangig in der Viehzucht eingesetzt, sondern ist eine beliebte Wettkampf- und Showdisziplin. Dabei kommt es bei der Ausrüstung auf mehr an als lässige Cowboyhüte, fransige Lederjacken und glänzende Stiefelsporen – der typische Westernsattel ist mit seiner breiten, bequemen Sitzfläche, dem hohen hinteren Rand, dem typischen Sattelhorn und den auffälligen Steigbügeln ein echtes Muss für Westernreiter. Mit dieser Ausrüstung und ein wenig Übung lassen sich die verschiedenen Lektionen des Western-Reitstils perfekt meistern! Bekannte Disziplinen, die mittlerweile auch in Deutschland angeboten werden, sind unter anderem:

  • Reining
  • Cutting
  • Trail
  • Western Riding
  • Ranch Riding
  • u.v.m.


Vielleicht fragst du dich: Kann man mit jedem Pferd Westernreiten? Im Prinzip schon, denn das Westernreiten ist ein Reitstil, der genauso wie beispielsweise der Englische Reitstil trainiert und ausgebildet werden kann. Allerdings gibt es auch einige Pferderassen, die sich speziell für das Westernreiten eignen. Dazu gehören Western-Pferde wie der Appaloosa, das Quarter Horse oder das Paint Horse, welche eine Widerristhöhe von bis zu 160 cm aufweisen, einen breiten Po haben, schnell und wendig sind und ein besonders gelassenes Gemüt besitzen. Diese Merkmale sind perfekt für das Westernreiten geeignet. Sie finden sich aber nicht nur in Appaloosas, Paints oder Quarters – auch Pferderassen wie der Haflinger, Norweger, Schwarzwälder oder Warmblüter eignen sich wunderbar, um als Westernpferd ausgebildet zu werden.

Westernreiten lernen – auch für Reitanfänger eine gute Idee

Du bist Reitanfänger und glaubst daher, Westernreiten ist nichts für dich? Tatsächlich ist das Westernreiten besonders bei Reitanfänger sehr beliebt. Das liegt vor allem daran, dass die breiten, bequemen Westernsättel sich ideal für unerfahrene Reiter eignen, um reiten zu lernen. Auch die beim Westernreiten eingesetzten Pferderassen sind mit ihrem ruhigen Gemüt treue Vierbeiner, bei denen es leichtfällt, Vertrauen aufzubauen und ein Gefühl für den Rücken eines Pferdes zu bekommen. Wer sehr unsicher ist, kann sich perfekt am Sattelhorn festhalten.

Viele Reiterhöfe in Deutschland bieten Western-Reitkurse und -Lehrgänge an. Am besten informierst du dich beim jeweiligen Hof oder siehst dir die Merkmale unserer Gastgeber an. So kannst du beispielsweise eine tolle Unterkunft für deinen Reiturlaub finden, wenn du in deinen Ferien gerne Westernreiten ausprobieren oder trainieren möchtest.

Howdy!

Euer RIDAYS-Team

Hier findest du Gastgeber die Westernreiten anbieten

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Deutschland – Rheinland Pfalz – Niedersayn
Die Westernreitanlage Wisser-Schardt-Quarterhorse liegt in Niedersayn – Rheinalnd-Pfalz. Erlebe deinen Reiturlaub in einzigartigen Landschaften in Deutschland.
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Deutschland – Rheinland Pfalz – Bell
Easy Horse Training in Bell – Rheinland-Pfalz. Erlebe deinen Reiturlaub in einzigartigen Landschaften in Deutschland.
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Deutschland – Niedersachsen – Rastede
Die Reitschule Stop & Turn liegt auf Gut Hahn in Rastede – Niedersachsen. Erlebe deinen Reiturlaub in einzigartigen Landschaften in Deutschland.
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Deutschland – Niedersachsen – Bad Salzdetfurth
Die Fachschule Westernreiten & Breitensport liegt in Bad Salzdetfurth – Niedersachsen. Erlebe deinen Reiturlaub in einzigartigen Landschaften in Deutschland.
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Deutschland – Niedersachsen – Walsrode
Die Western Horse Acadamy Walsrode befindet sich in Niedersachsen. Erlebe deinen Reiturlaub in einzigartigen Landschaften in Deutschland.
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Deutschland – Niedersachsen – Winsen-Aller
Der Birkenhof liegt in Winsen (Aller) in Niedersachsen bei Celle. Erlebe deinen Reiturlaub in einzigartigen Landschaften in Deutschland.
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Deutschland – Rheinland–Pfalz – Schutz
Die Windrosen Ranch liegt in Schutz – Rheinland-Pfalz. Erlebe deinen Reiturlaub in einzigartigen Landschaften in Deutschland.
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Deutschland – Rheinland Pfalz – Walsdorf–Zilsdorf
Eifel-Westernhorses liegt in Walsdorf-Zilsdorf – Rheinland-Pfalz. Erlebe deinen Reiturlaub in einzigartigen Landschaften in Deutschland.
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Deutschland – Mecklenburg-Vorpommern – Walkendorf
Cavalan liegt in Walkendorf – Mecklenburg-Vorpommern. Erlebe deinen Reiturlaub in einzigartigen Landschaften in Deutschland.
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Deutschland – Mecklenburg-Vorpommern – Godendorf
Der Westernreithof Hilly Billy Town liegt in Godendorf – Mecklenburg-Vorpommern. Erlebe deinen Reiturlaub in einzigartigen Landschaften in Deutschland.
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Deutschland – Hessen – Mörlenbach
WW Performance Horses liegt in Mörlenbach – Hessen. Erlebe deinen Reiturlaub in einzigartigen Landschaften in Deutschland.
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Deutschland – Hessen – Hundsanger
Die JU Ranch liegt in Hundsangen – Hessen. Erlebe deinen Reiturlaub in einzigartigen Landschaften in Deutschland.
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Häufige Fragen zum Westernreiten

Was ist der Unterschied zwischen Westernreiten und Englisch Reiten?
Es gibt viele Unterschiede zwischen dem Westernreiten und dem englischen Reitstil. Der Hauptunterschied ist die Kommunikation. Bei der englischen Reitweise setzt man auf Anlehnung und beim Westernreiten auf impulsgebende Hilfen. Auch die Ausrüstungen (Sattel, Trense etc.) unterscheiden sich.

Was sind die Grundlagen im Westernreiten für Reiter und Pferd?
Ein Westernpferd sollte Ausdauer und Eigenständigkeit als grundlegende Eigenschaften mitbringen. Auch die entsprechende Ausbildung ist natürlich wichtig. Wer als Reiter das Westernreiten erlernen möchte, sollte Geduld als Grundlage mitbringen. Denn auch das locker lässige Westernreiten erfordert eine Menge können.

Ist Westernreiten besser für das Pferd als Englisch Reiten?
Sowohl beim Westernreiten als auch beim Englisch Reiten sollte und kann das Wohlbefinden des Tieres im Vordergrund stehen. Die Frage, ob Westernreiten pferdefreundlicher ist als der englische Reitstil hält sich jedoch hartnäckig in der Reitercommunity. Nicht selten hört man, dass die Beziehung zwischen Mensch und Pferd beim Westernreiten „harmonischer“ ist. Zu diesem Thema gibt unterschiedliche Ansichten. Generell sollte kein Reitsteil „pferdeunfreundlich“ sein. Es kommt immer darauf an, wie man ihn ausführt und wie man mit seinem Pferd umgeht bzw. wie achtsam man auch mit der Auswahl der Trense, des Sattels etc. ist.

Ist Westernreiten auch was für Kinder?
Ja, auch Kinder und Jugendliche können das Westernreiten erlernen und haben häufig viel Spaß an diesem Stil. Wie auch bei anderen Reitstilen steigt man jedoch, wenn man bisher noch gar keine Erfahrungen auf dem Rücken des Pferdes gemacht hat, meistens erst einmal über die Longe ein, damit man sich an die Bewegungsabläufe der Tiere gewöhnt.

Kann man auch im Urlaub Westernreiten lernen oder trainieren?
Na klar! Westernreiten wird immer beliebter und es gibt in Deutschland bereits viele Westernhöfe, auf denen man auch Urlaub buchen kann. RIDAYS – Riding Holidays, ist immer auf er suche nach neuen Gastgebern, auch nach Westernhöfen. Ist unter unseren Gastgebern vielleicht schon der passende Hof dabei? Könnt ihr einen Hof empfehlen? Schreibt uns!

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